Durch einen 2:1 Auswärtssieg beim Pritzwalker FHV ist dem FC Schwedt nicht nur ein gelungener Start in die neue Saison geglückt, auch die langanhaltende Serie von Auftaktniederlagen der letzten Jahre wurde nun endlich beendet.


MARCUS ERBEN

Nach langer Anreise kamen die Schwedter Gäste zunächst besser ins Spiel. Vor allem über die rechte Außenbahn kommend (Kargol), erspielten sie sich in den Anfangsminuten einige gute Einschussmöglichkeiten. So als Lemke nach kurzer M.Lapinski -Ablage kurz entschlossen aus gut 20 Metern abzog, das Leder jedoch knapp über den Querbalken pfiff (8.). Beim nächsten Versuch von Adamczak fehlten aus gut 30 Metern ebenfalls nur die berühmten Zentimeter (10.). Kurz zuvor hatten sich die Gastgeber das erste Mal offensiv gemeldet, doch zum Glück für den FCS säbelte Münch die Eingabe von Altenburg aus Nahdistanz über den Kasten (11.). Nach einer überlegen geführten ersten halben Stunde liessen die Schwedter die Zügel nun etwas schleifen, ermöglichten durch einige unnötige, unkonzentrierte Ballverluste im Vorwärtsgang den Gastgebern mehr Spielanteile. Vor allem vor der Viererkette der Gäste taten sich nun einige gefährliche Löcher auf, in die die Pritzwalker immer wieder hinein zu stoßen versuchten. So als Vogt rechts durchgebrochen war, N.Hubich die folgende Eingabe mit letztem Einsatz zur Ecke abgrätschte (24.). Oder als die Schwedter auf Abseits spekulierten, der durchlaufende T. Schulz per Flachschuss nur den Pfosten traf (34.). Doch nach einer kurzen Schwächephase kamen die Oderstädter zurück und kreierten ihrerseits noch einige Chancen bis zur Pause. M.Liermann visierte nach einem Ausflug von Keeper Boldt und anschliessendem Ballgewinn aus gut 40 Metern das leere Tor zu ungenau an (36.), M.Lapinski verstolperte nach raumöffnendem Zuspiel von M.Adamczak die Kugel fast fahrlässig am Elfmeterpunkt (45.). Pause 0:0 .

Den Worten in der Kabine der Gäste folgten Taten. Als M. Lapinski allein Richtung FHV-Tor zog, wurde er rüde von Will umgetreten. Glück für den Pritzwalker, dass ein sehr guter Referee Schulte (Neuruppin) Gnade vor Recht ergehen ließ, statt klar Rot nur den gelben Karton zog (49.). Doch den daraus resultierenden Freistoß versenkte P.Ulrich aus 20 Meter direkt zum 0:1 in die Maschen (50.) - das erste Saisontor 2017/18 war erzielt. Dann spritzte der diesmal glücklos agierende M.Lapinski in ein Pritzwalker Fehlabspiel, zog zur Grundlinie und bediente den heranstürmenden Ulrich. Dessen Pfund klärte Boldt mit spektakulärer Flugparade (54.) -verhinderte so die Vorentscheidung. Bei der Rettungsaktion gegen M.Lapinski verletzte sich der Pritzwalker Rhode jedoch schwer, wurde nach langer Unterbrechung schließlich mit dem Krankenwagen abgeholt. Gute Besserung an dieser Stelle auch von Seiten der Schwedter.

Doch statt des zweiten Gästetreffers kam der Gastgeber zurück ins Spiel. Nach Schwedter Ballverlust konterte der FHV über rechts, keiner unterband die folgende Flanke, die der einlaufende Schulz fast von der Strafraumgrenze(!) per Kopf ins lange Eck verlängerte (64.). Und wer weiß, welchen Verlauf die Partie genommen hätte, wäre die Abnahme von Schulz im Tor und nicht am Pfosten gelandet (66.). Doch Ehre wem Ehre gebührt. Die Schwedter wechselten, brachten frische Kräfte und zogen noch einmal an. Dawid Glubs im Strafraum schön freigespielt, wählte die Variante „Alibiabspiel“, statt es selbst auf eigene Faust zu versuchen (75.). Dann erkämpfte sich der Schwedter Youngster die Kugel im Strafraum, legte auf den heranstürmenden Ulrich ab, der in aussichtsreicher Position das Leder jedoch weit über den Kasten jagte (83.). Doch die Schwedter marschierten weiter, wollten den zweiten Treffer. Als Lemke den startenden Fuchs bediente, zog dieser mit Ball am Fuß fast bis zur Grundlinie. In dessen weit gezogene Flanke lief Ulrich ein, hämmerte aus knapp zehn Metern die Kugel volley in den kurzen oberen Giebel (88.). „Ende gut -alles gut“, sicher letztlich etwas glücklich doch nicht unverdient setzten die Oderstädter ihre erste Hausnummer, müssen nun in der nächsten Woche wieder auswärts ran. Es geht zu den ebenfalls erfolgreich gestarteten Männern von Babelsberg 74.  

FC: Lenz; T. Lapinski; S. Liermann; Kargol (79. Fuchs ) ;Lemke ;M.Liermann; Hubich; M.Adamczak; Pohlmann; Ulrich (Freitag 90.); M.Lapinski (74.Glubs) ,


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